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Master Thesis
Institute of Urban Design and Landscape Architecture | TU Vienna
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Partizipation als Planungsansatz

Architektur und Freiraum können nicht nur für, sondern auch mit und durch die Bevölkerung entwickelt werden. Partizipation als Planungsansatz ermöglicht es Planer*innen, Projekte zu realisieren, die eine höhere Akzeptanz erfahren, in der Entwurfsphase aus kollektivem Wissen wertschöpfen und somit an die Bedürfnisse der Menschen angepasste Ergebnisse erzielen.
Besonders im städtischen Raum werden Bürger*innen zunehmend an der Gestaltung ihres Umfelds beteiligt. In Wien findet bereits eine Vielzahl an partizipativen Prozessen statt, so auch beim Postsportareal in Hernals, welches ein wichtiger städtischer Freiraum mit einer hohen Bedeutung für die umliegende Bevölkerung ist.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Partizipation, den Herausforderungen, die sie Planer*innen stellt und ihrer methodischen Umsetzung. Zudem gilt es, den städtischen Freiraum, seine Bedeutung, insbesondere seinen sozialen Wert, zu erläutern. Das Thema der Aneignung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Erholungswert von Sportanlagen wurde bereits im Roten Wien erkannt. Daher werden sie und ihr verschiedenartiges Auftreten in Wien gesondert betrachtet. Des Weiteren gilt es, Wiener Akteur*innen und Beispiele der partizipativen Stadtentwicklung zu erforschen. Unter anderen stellen sich dabei die Gebietsbetreuung Stadterneuerung und Lokale Agenda 21 als wichtige Institutionen heraus.
Die theoretischen Überlegungen dienen als Basis für eine umfassende Analyse der aktuellen städtebaulichen und sozialräumlichen Situation des Postsportareals. Durch die bereits gestartete Bürger*innenbeteiligung hat es die Chance, ein Vorzeigebeispiel für partizipative Projekte
zu werden. Der eigene Lösungsimpuls „Postsport.LEBEN“ zeigt außerdem konzeptionelle und gestalterische Möglichkeiten auf, wie das Areal unter Abstimmung aller Bedürfnisse, im Speziellen der Bürger*innen, in Zukunft aussehen könnte. Es geht vor allem darum, Möglichkeitsräume für die Aneignung durch die Bevölkerung zu schaffen und die Beteiligung dieser in allen Projektphasen zu gewährleisten.